QR-Codes der nächsten Generation im Retail-Einsatz
Seit 1974 identifiziert der lineare Barcode Produkte entlang der gesamten Lieferkette, enthält aber nur eine einzige Information: die GTIN. QR Codes nach dem Standard GS1 Digital Link schließen diese Lücke. Ein einziger Code verknüpft die GTIN mit Haltbarkeitsdatum, Chargennummer, Nährwert und Allergenangaben sowie Nachhaltigkeitsdaten und lässt sich gleichermaßen an Kasse, Scanner und Smartphone lesen. Wie aktuelle Analysen des britischen Handelsinstituts IGD zeigen, ist die Technologie im Handel angekommen: Tesco hat 2026 als erste britische Kette ein komplettes Eigenmarkensortiment auf QR Codes umgestellt. In Thailand warnen 7‑Eleven Kassensysteme automatisch bei abgelaufener Ware, und Woolworths in Australien erzielt durch Bestandsführung nach Ablaufdatum bis zu 21 Prozent mehr Produktivität. Rückrufe lassen sich auf einzelne Chargen begrenzen, Daten können nach dem Druck aktualisiert werden, und Anforderungen wie Pfandsysteme oder erweiterte Herstellerverantwortung lassen sich über dieselbe Kennzeichnung abbilden.
Voraussetzung ist zuverlässige Lesbarkeit unter realen Bedingungen, auch auf schwierigen Verpackungen wie Folien und flexiblen Beuteln sowie in der Übergangsphase, in der linearer Code und QR Code parallel auf dem Etikett stehen. „Die Umstellung auf 2D Codes entscheidet sich am Scanpunkt. Unsere mobilen Computer von Point Mobile lesen QR Codes und klassische Barcodes gleichermaßen zuverlässig und sind damit schon heute für den GS1 Digital Link Standard gerüstet”, sagt Frank Klein, Geschäftsführer der Carema GmbH.
